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Jugend ohne Gott

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Jugend ohne Gott

Jugendstück nach dem gleichnamigen Roman von Ödön von Horváth in einer Fassung für zwei Schauspieler:innen 

Eine Produktion des Comedia Theaters Köln

Inhalt

Ein rassistischer Satz in einem Schulaufsatz. Kaum will sie den Rotstift ansetzen, stockt sie. Hat sie das nicht schon einmal im Radio gehört? Sie lässt den Satz also stehen, denn was einer im Radio redet, darf keine Lehrerin im Schulheft streichen. Und während sie weiterliest, hört sie immer das Radio: es heult, es bellt, es girrt, es droht – und die Zeitungen drucken es nach, und die Kinder, sie schreiben es ab …
Inmitten des weltweiten Aufstiegs rechter Parteien gewinnt Horváts Roman erschreckende Relevanz. Regisseur Markolf Naujoks wirft einen schonungslosen Blick auf eine Gesellschaft im Wandel und stellt die Frage nach der individuellen Verantwortung in einer Zeit, in der Werte eines friedlichen Zusammenlebens bedroht sind.


Mit:

Janine D’Aragona | Peter Stephan Herff 

Regie, Bühne & Musik:

Markolf Naujoks

Dramaturgie:

Anna Stegherr

Video & Kostüm

Theda Schoppe

Theaterpädagogik

Sterica Rein

Regieassistenz:

Aybüke Kara | Kian Najarajampour

Ausstattungsassistenz:

Ella Wiesenhöfer

Premiere:

Samstag, 08. Februar 2025

Theater:

Comedia Theater Köln

Auszeichnungen:

——-

Festivals & Einladungen:

——-

Gastspiele:

——-

Aufführungen:

03

davon Gastspiele:

00

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Jugend ohne Gott

Jugendstück nach Ödön von Horváth in einer Bearbeitung von Markolf Naujoks in einer Fassung für zwei Schauspieler:innen

Jugend ohne Gott

Jugendstück nach dem gleichnamigen Roman von Ödön von Horváth in einer Fassung für zwei Schauspieler:innen 

Eine Produktion des Comedia Theaters Köln

Inhalt

Ein rassistischer Satz in einem Schulaufsatz. Kaum will sie den Rotstift ansetzen, stockt sie. Hat sie das nicht schon einmal im Radio gehört? Sie lässt den Satz also stehen, denn was einer im Radio redet, darf keine Lehrerin im Schulheft streichen. Und während sie weiterliest, hört sie immer das Radio: es heult, es bellt, es girrt, es droht – und die Zeitungen drucken es nach, und die Kinder, sie schreiben es ab …
Inmitten des weltweiten Aufstiegs rechter Parteien gewinnt Horváts Roman erschreckende Relevanz. Regisseur Markolf Naujoks wirft einen schonungslosen Blick auf eine Gesellschaft im Wandel und stellt die Frage nach der individuellen Verantwortung in einer Zeit, in der Werte eines friedlichen Zusammenlebens bedroht sind.


Mit:

Janine D’Aragona | Peter Stephan Herff 

Regie, Bühne & Musik:

Markolf Naujoks

Dramaturgie:

Anna Stegherr

Video & Kostüm

Theda Schoppe

Theaterpädagogik

Sterica Rein

Regieassistenz:

Aybüke Kara | Kian Najarajampour

Ausstattungsassistenz:

Ella Wiesenhöfer

Premiere:

Samstag, 08. Februar 2025

Theater:

Comedia Theater Köln

Auszeichnungen:

——-

Festivals & Einladungen:

——-

Gastspiele:

——-

Aufführungen:

03

davon Gastspiele:

00

2025

April 2025

Dienstag, 08. April 2025

Mittwoch, 09. April 2025

Donnerstag, 10. April 2025

Freitag, 11. April 2025

11.00 Uhr

11.00 Uhr

19.00 Uhr

19.00 Uhr

Comedia Theater Köln

Comedia Theater Köln

Comedia Theater Köln

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Mai 2025

Samstag, 10. Mai 2025

Sonntag, 11. Mai 2025

Dienstag, 13. Mai 2025

Mittwoch, 14. Mai 2025

Mittwoch, 21. Mai 2025

19.00 Uhr

18.00 Uhr

11.00 Uhr

11.00 Uhr

11.00 Uhr

Comedia Theater Köln

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Comedia Theater Köln

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Lüdenscheid

September 2025

Donnerstag, 25. September 2025

Freitag, 26. September 2025

11.00 Uhr

11.00 Uhr

Comedia Theater Köln

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Mittwoch, 01. Oktober 2025

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11.00 Uhr

20.00 Uhr

20.00 Uhr

20.00 Uhr

20.00 Uhr

Comedia Theater Köln

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Comedia Theater Köln

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November 2025

Samstag, 08. November 2025

Sonntag, 09. November 2025

20.00 Uhr

19.00 Uhr

Comedia Theater Köln

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Januar 2026

Mittwoch, 28. Januar 2026

Donnerstag, 29. Januar 2026

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Itzehoe

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Montag, 23. März 2026

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20.00 Uhr

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Kölnische Rundschau | Thomas Linden

Grundierung im gesellschaftlichen Endspiel

Comedia Theater: Markolf Naujoks bearbeitet den Roman „Jugend ohne Gott“ von Ödön von Horváth

Die Schulbücher werden umgeschrieben. Kolonialismus und Rassentheorie sind wieder angesagt. Wenn der Lehrer das in Zweifel stellt, drohen ihm die Schüler, denn sie wissen die Eltern, den Direktor und die Politik hinter sich. Ein beklemmendes Szenario entwarf Ödön von Horváth 1937 in seinem Roman „Jugend ohne Gott“. Von Horváth zeigte damals die Anfänge des Faschismus in Schule und Alltag. Wozu sie führten, ahnte er zwar, aber er erlebte die Katastrophe nicht mehr. Der Schriftsteller starb 1938.

Wenn heute die Jugendlichen in großen Teilen die AfD wählen. braucht man über eine Aktualisierung des Stoffes gar nicht mehr zu spekulieren. Die Frage ist allein, wie die Dramatisierung des Romans von Markolf Naujoks im Comedia Theater bewerkstelligt wird. Er dampft das Personal auf zwei Personen ein, die eher als Erzähler denn als Schauspieler agieren. Trotzdem funktioniert das Konzept , denn Naujoks schafft eine unheimliche Atmosphäre, die über zwei Stunden hinweg nicht an Intensität verliert.
Die Comedia wird dafür zu einer Art Blackbox, über deren Wände unablässig Projektionen schweifen. Die raunende Soundcollage von Naujoks schafft zudem eine beunruhigende Grundierung. Etwas David Lynch und eine Spur „1984“ geben diesem gesellschaftlichen Endspiel den dystopischen Rahmen.

Peter Stephan Herff bildet mit seiner festen, kontrollierten Stimme das Rückgrat der Inszenierung. Aus dem Lehrer hat Naujoks eine Lehrerin gemacht, die Janine D’Aragona in drängendem Alarmmodus spielt. Die Inszenierung hält ihre Spannung mit einer packenden Kriminalhandlung hoch. Ganz still wurde es während der Premiere – die viele jugendliche Besucherinnen und Besucher zählte – bis sich dann die aufgestaute Energie im Saal mit einem tosenden Beifall und Standing Ovations kraftvoll entlud.

Choices Köln | Diana Natalia Seyerle

Im Schatten der Diktatur

„Jugend ohne Gott“ am Comedia Theater

Lichtprojektionen durchbrechen die Dunkelheit auf der Bühne und verleihen der Szenerie um die Schauspieler:innen herum eine mystische Atmosphäre. Janine D‘Aragona steht auf einem großen Gerüst, während Peter Stephan Herff am Boden umhergeht – ein starkes Bild mit einem großen Gefälle, das gleich zu Anfang zeigt, worum es geht: Macht.

Markolf Naujoks Inszenierung von Ödön von Horváths Roman „Jugend ohne Gott“ (1937) über persönliche Verantwortung in einem totalitären System ist nicht nur eine gelungene literarische Adaption. Sie ist ein Weckruf. Eine Lehrerin (im Original ein Lehrer) unterrichtet eine Generation von Jugendlichen, die Gehorsam und Rassenideologie verinnerlichen. Obwohl – oder gerade weil – diese den Ersten Weltkrieg nicht erlebt haben, sind sie von Kriegshelden fasziniert. Sie sind orientierungs- und empathielos, Zivilcourage ist für sie ein Fremdwort. Ein Mord im Zeltlager wird zum Wendepunkt. Er stellt die Charaktere vor die Entscheidung: Bin ich laut oder leise? Bringe ich mich in Gefahr oder schweige ich, obwohl Unschuldige leiden?

Naujoks nutzt Musik, Licht und Nebel nicht nur als atmosphärische, sondern als dramaturgische Mittel, die den inneren Kampf der Figuren verstärken. Besonders bemerkenswert ist die Wandelbarkeit der beiden Schauspieler:innen, die mühelos zwischen verschiedenen Rollen wechseln. Angesichts wiederkehrender Muster in der Geschichte erinnert das Stück daran, dass Reflexion und Zivilcourage keine Selbstverständlichkeit, sondern eine Entscheidung sind.

Eine eindringliche, bedrückende und hervorragend gespielte Inszenierung, die einen noch lange nach Verlassen des Theaters beschäftigt.

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Kölnische Rundschau | Thomas Linden

Grundierung im gesellschaftlichen Endspiel

Comedia Theater: Markolf Naujoks bearbeitet den Roman „Jugend ohne Gott“ von Ödön von Horváth

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Lichtprojektionen durchbrechen die Dunkelheit auf der Bühne und verleihen der Szenerie um die Schauspieler:innen herum eine mystische Atmosphäre. Janine D‘Aragona steht auf einem großen Gerüst, während Peter Stephan Herff am Boden umhergeht – ein starkes Bild mit einem großen Gefälle, das gleich zu Anfang zeigt, worum es geht: Macht.

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